Eigene Tomatensamen sind interessant, wenn du eine Sorte weiter anbauen möchtest. Prüfe zuerst, ob sie samenfest ist. Aus F1-Hybriden können in der nächsten Generation sehr unterschiedliche Pflanzen entstehen. Eine beschriftete Tüte allein garantiert noch keine Sortenreinheit.
Frucht und Namen dokumentieren
Nimm eine vollständig reife, gesunde Frucht von einer Pflanze, deren Sorte du sicher kennst. Schreibe Name und Jahr auf, bevor du mehrere Früchte öffnest. Bei alten Sorten mit ähnlichen Namen ist eine genaue Herkunftsnotiz besonders nützlich.
Samen reinigen und trocknen
Löse die Samen mit dem umgebenden Fruchtgewebe. Für Tomaten werden verschiedene Reinigungsmethoden verwendet; eine kurze Fermentation wird oft beschrieben, um das gallertige Material zu lösen. Arbeite sauber, verfolge die Anleitung einer fachlichen Quelle und trockne die gereinigten Samen vollständig, bevor sie in eine Tüte kommen. Feuchte Samen können bei Lagerung verderben.
Sortenechtheit einschätzen
Tomaten bestäuben sich häufig selbst, doch Verkreuzungen sind möglich. Wer Samen für eine verlässliche Weitergabe erzeugt, muss Blüten, Nachbarpflanzen und Dokumentation sorgfältiger behandeln als für den eigenen Versuchsanbau. Beschrifte auf jeden Fall das Erntejahr und lagere das Saatgut trocken. Samenfest und F1.
Quellen: www.arche-noah.at, www.rhs.org.uk