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Anbauratgeber

Tomaten düngen: Bedarf statt Übermaß

Tomaten entziehen dem Boden während der Saison Nährstoffe. Im Gefäß ist der Vorrat begrenzt, im Gartenboden hängt er stark von Ausgangsboden und Vorkultur ab. Eine Düngerangabe ohne Kenntnis des Substrats ist daher nur eine grobe Orientierung.

Mit einem passenden Boden beginnen

Setze Jungpflanzen in geeignetes Substrat und beachte, ob es bereits vorgedüngt ist. Ein zusätzliches Düngen unmittelbar nach dem Einpflanzen kann dann unnötig sein. Für Kübelpflanzen ist eine nachvollziehbare Dosieranleitung des verwendeten Produkts wichtiger als eine pauschale Faustregel aus dem Internet.

Pflanze beobachten

Sehr starkes Blattwachstum bei wenig Frucht ist kein Beweis für einen einzigen Nährstofffehler. Licht, Temperatur, Sorte und Pflege spielen ebenfalls mit. Bei auffälligen Blättern prüfe zuerst Gießen, Wurzeln und mögliche Schädlinge. Dünge nicht reflexartig nach, nur weil ein Blatt gelb wird.

Im Beet und im Topf getrennt denken

Im Freiland kann eine Bodenanalyse bei wiederkehrenden Problemen helfen. Im Topf sind Gefäßgröße und regelmäßige Wasserversorgung oft schneller veränderbar. Dokumentiere, welches Produkt du wie oft verwendet hast. So lässt sich eine Reaktion der Pflanze später sinnvoll einordnen. Gelbe Blätter einordnen.

Quellen: www.rhs.org.uk