Die Kraut- und Braunfäule kann Tomaten im Freiland schwer treffen. Feuchte Witterung und anfälliges Gewebe begünstigen die Ausbreitung. Ein einzelner brauner Fleck beweist die Krankheit jedoch nicht. Vergleiche Symptome, Wetterverlauf und weitere betroffene Pflanzenteile.
Woran denken?
Typisch sind unregelmäßige dunkle Stellen an Blättern und Stängeln; auch Früchte können betroffen sein. Andere Ursachen wie Sonnen- oder Kälteschäden sehen anders aus. Schaue deshalb nicht nur auf ein Blatt, sondern auf die ganze Pflanze und ihre Nachbarpflanzen. Bei Unsicherheit hilft eine Beratungsstelle oder eine gute bebilderte Fachquelle.
Vorbeugen am Standort
Sorge für Luft zwischen den Pflanzen und, wenn möglich, einen Standort, an dem Laub abtrocknen kann. Gieße an die Wurzeln, ohne die Blätter unnötig zu benetzen. Ein Regenschutz kann im Freiland sinnvoll sein, solange darunter genügend Luft zirkuliert. Das Gewächshaus vermindert die Belastung durch Regen, braucht aber Lüftung.
Bei Verdacht handeln
Entferne deutlich befallene Pflanzenteile vorsichtig und beachte örtliche Hinweise zur Entsorgung. Kontrolliere die übrigen Pflanzen engmaschig. Ein bloßes Sortenetikett „resistent“ ist zu ungenau. Es muss klar sein, gegen welchen Erreger und unter welchen Bedingungen eine Resistenz beschrieben wird.
Quellen: www.rhs.org.uk, www.rhs.org.uk